Rasantes 2D-Jump-and-Run mit Shooter-Elementen, buntem 90er-Jahre-Charme und vielen Sammelobjekten
Rasantes 2D-Jump-and-Run mit Shooter-Elementen, buntem 90er-Jahre-Charme und vielen Sammelobjekten
Bewertung (788 Stimmen)
Programm-Lizenz Kostenlos
Hersteller Epic MegaGames
Läuft unter Windows
Bewertung
(788 Stimmen)
Hersteller
Epic MegaGames
Läuft unter
Windows
Programm-Lizenz
Kostenlos
Vorteile
- Ausgeprägter 90er-Jahre-Charme bei Grafik, Gameplay und Musik
- Schnelles, actionreiches Side-Scrolling-Gameplay mit deutlichen Sonic- und Earthworm-Jim-Anklängen
- Viele Sammelobjekte, Power-ups und geheime Bereiche erhöhen den Spielreiz
- Für die späten 90er sehr polierte, überdurchschnittliche Grafik, sogar ein Schritt über Earthworm Jim und Sonic
- Gilt auch heute noch als stärker als viele moderne Side-Scrolling-Indie-Spiele, inklusive Shovel Knight
Nachteile
- Sehr einfache Story, die kaum zusätzliche Motivation liefert
- Niedriger Schwierigkeitsgrad zu Beginn, Gegner werden erst spät anspruchsvoller
- Spielablauf kann mit der Zeit repetitiv wirken
- Wer nichts mit schrulligem Humor und auffälliger Camp-Musik anfangen kann, wird vielleicht nicht warm mit dem Stil
Jazz Jackrabbit 2 ist ein rasanter 2D-Platformer mit Shooter-Einschlag, entwickelt von Epic Games und 1998 für den PC veröffentlicht. Sie steuern ein bewaffnetes Kaninchen, das sich in klassischer Side-Scrolling-Perspektive durch bunte Levels schießt und springt.
Gedacht ist Jazz Jackrabbit 2 vor allem für Fans von Side-Scrolling-Plattformern und alle, die den bunten, überdrehten Stil der 90er mögen oder nach einem nostalgischen PC-Jump-and-Run suchen.
Rasantes Gameplay mit deutlichem 90er-Jahre-Charme
Jazz Jackrabbit 2 fällt in eine Zeit, in der vergleichbare 2D-Plattformer eher auf Konsolen zu Hause waren, und wirkt auf dem PC deshalb besonders. Der Titel trägt den typischen 90er-Vibe in sich: auffällige Grafik, temporeiches Gameplay und eine auffallend „campige“ Musikuntermalung.
Beim Spielgefühl mischt Jazz viele Einflüsse: Die Levelaufbauten erinnern an Lemmings, das hohe Tempo orientiert sich klar an Sonic. Zugleich bekommen Sie einen seitlich scrollenden Shooter, der an Earthworm Jim denken lässt, nur ohne dessen Grabungsmechanik. Dass Sie haufenweise Schildkröten über den Haufen schießen, wirkt wie ein augenzwinkernder Kommentar zur damaligen Ninja-Turtles-Welle und erinnert an klassische Mario-Gegner.
Im Kern ist es ein Jump-and-Run, in dem Sie als Kaninchen eine stetig stärker werdende Gegnerschar bekämpfen. Später treten auch die Geschwister der Hauptfigur in Erscheinung, was Fans an das Duo Sonic und Tails erinnern dürfte. Ein spezielles Detail ist der sogenannte Zuckerrausch: Sammeln Sie genug Punkte durch besiegte Gegner oder zerstörte Objekte, wird Jazz kurzzeitig unverwundbar.
Sammelobjekte, Waffen und Leveltricks
Viel zum Einsammeln ist eine der großen Stärken des Spiels. Diamanten erhöhen den Vorrat an Extraleben, Karotten füllen die Lebensanzeige wieder auf. Münzen dienen dazu, spezielle Warp-Punkte zu aktivieren, die Sie in versteckte Bonusbereiche transportieren. Äpfel sind vor allem für die Punktejagd gedacht.
Ihre Standardwaffe verfügt über unbegrenzte Munition, dazu kommen stärkere Schussarten, deren Munition Sie unterwegs aufsammeln. Diese Spezialmunition ist nur begrenzt verfügbar, trifft aber deutlich härter als der Anfangsblaster, was taktische Entscheidungen beim Einsatz nahelegt.
Ein weiteres prägnantes Spielelement sind Stangen, die an bestimmten Stellen aus dem Boden ragen. Daran können Sie sich festhalten und herumwirbeln, um Tempo aufzubauen und sich in eine Richtung schleudern zu lassen. Auf diese Weise erreichen Sie Abschnitte, die mit einem normalen Sprung nicht zugänglich wären.
Als Sicherheitsnetz dienen Hasen-Spielzeugfiguren, die als Checkpoints agieren. Verlieren Sie ein Leben, starten Sie wieder an diesen markierten Stellen, was Frust reduziert und zum Experimentieren mit Tempo und Routen einlädt.
Grafik und Atmosphäre für ihr Erscheinungsjahr beeindruckend
Für einen PC-Titel der späten 90er ist die Präsentation deutlich über dem Durchschnitt. Laut Einschätzung wirkt Jazz Jackrabbit 2 sogar wie ein grafischer Fortschritt im Vergleich zu Genregrößen jener Zeit wie Earthworm Jim und Sonic. Die knalligen Farben, klar gezeichneten Figuren und abwechslungsreichen Hintergründe tragen spürbar zum Spielspaß bei.
Der eigenwillige Humor und die auffällige Musik geben dem Spiel eine ganz eigene Identität. Wer mit 90er-Konsolen aufgewachsen ist, dürfte sich durch diesen Mix aus Optik, Sound und Tempo sofort an damalige Wohnzimmer-Sessions erinnert fühlen.
Story, Schwierigkeitsgrad und Motivation
Inhaltlich bleibt Jazz Jackrabbit 2 bewusst schlicht. Eine ausgearbeitete Geschichte gibt es kaum, im Kern steht nur fest, dass der Protagonist Schildkröten nicht ausstehen kann. Der Reiz liegt daher weniger in einer epischen Handlung, sondern klar im hohen Tempo und im schrägen Charme der Spielwelt.
Die Gegner sind zu Beginn ausgesprochen leicht zu besiegen und steigern ihren Anspruch erst nach einem größeren Teil des Abenteuers. Das macht den Einstieg zugänglich, sorgt aber auch dafür, dass sich erfahrene Spieler anfangs etwas unterfordert fühlen können.
Mit zunehmender Spielzeit zeigt sich ein Nachteil des klassischen Levelaufbaus: Der Ablauf kann sich wiederholen. Um die Motivation hochzuhalten, bietet es sich an, eigene Ziele zu verfolgen, etwa möglichst viele Punkte zu sammeln oder Levels in Rekordzeit abzuschließen. Gerade für Highscore-Jäger eröffnet das zusätzliche Anreize.
Auch heute noch konkurrenzfähig
Trotz seines Alters hält Jazz Jackrabbit 2 im Vergleich mit vielen modernen Indie-Side-Scrollern gut mit. In mancher Hinsicht übertrifft es sogar aktuelle Titel und wird ausdrücklich als besser eingeschätzt als einige heutige Vertreter des Genres, inklusive prominenter Namen wie Shovel Knight.
Wer den typischen 90er-Plattformer-Flair liebt oder generell Freude an schnellen 2D-Action-Jump-and-Runs hat, findet in Jazz Jackrabbit 2 ein kompaktes, charmantes Stück Spielegeschichte, das sich auch heute noch angenehm frisch anfühlt.
Vorteile
- Ausgeprägter 90er-Jahre-Charme bei Grafik, Gameplay und Musik
- Schnelles, actionreiches Side-Scrolling-Gameplay mit deutlichen Sonic- und Earthworm-Jim-Anklängen
- Viele Sammelobjekte, Power-ups und geheime Bereiche erhöhen den Spielreiz
- Für die späten 90er sehr polierte, überdurchschnittliche Grafik, sogar ein Schritt über Earthworm Jim und Sonic
- Gilt auch heute noch als stärker als viele moderne Side-Scrolling-Indie-Spiele, inklusive Shovel Knight
Nachteile
- Sehr einfache Story, die kaum zusätzliche Motivation liefert
- Niedriger Schwierigkeitsgrad zu Beginn, Gegner werden erst spät anspruchsvoller
- Spielablauf kann mit der Zeit repetitiv wirken
- Wer nichts mit schrulligem Humor und auffälliger Camp-Musik anfangen kann, wird vielleicht nicht warm mit dem Stil